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Surfschule
Surfkurs Surfschein am
Plattensee, Balaton
Lernzielkatalog für den Surfgrundschein
Einleitung
Die in diesem Katalog zusammengefassten Lernziele zeigen all jene Kenntnisse
und
Fertigkeiten auf, die ein(e) Teilnehmer(in) eines Surfkurses für die
Erlangung des
Surf-Grundscheines erreicht haben soll.
Theorie
A Allgemeines
Der Kandidat muss
1. über die Revierbesonderheiten, insbesondere Sperrgebiete, Sturmwarnung,
Schulungsbereich, Berufsschiffahrt, Uferbeschaffenheit im Schulungsbereich
sowie
2. über körperliche Voraussetzungen bzw. Eignung Bescheid wissen, über
ausreichende Schwimmkenntnisse verfügen und
3. über Sicherheitsfragen in Bezug auf Schwimmweste, Surfanzug, Schuhe,
Sonnenschutz, Verhalten am Wasser aufgeklärt worden sein.
B Sportgerät
Der Kandidat soll
1. die Teile des Segelsurfers und des Riggs einschließlich der Fachausdrücke
(Bug,
Heck, Schwert, Finne, Mast, Gabelbaum, Schoten, Segel, Segellatten,
Segelkanten
und -ecken) zeigen und benennen können und die Merkmale eines Komfort- bzw.
Schulriggs im Unterschied zu einem durchgelatteten Segel wissen sowie
2. die Funktion von Finne und Schwert sowie Klappschwertsysteme erklären
können.
Weiters soll er
3. allgemeingültige Angaben zum Aufriggen eines durchgelatteten Segels mach
können.
C Segeltheorie
Der Prüfling soll
1. die allgemeinen Begriffe: Lee, Luv, Steuerbord, Backbord, killen,
anholen,
dichtholen, fieren sowie
2. in Bezug auf den Wind den wahren Wind, den Fahrtwind und den relative
Wind
zuordnen,
3. die Kurse zum Wind mit zugehöriger Segelstellung aufzeichnen und
4. anluven, abfallen und kurshalten sowie
5. die Manöver Halbwindstart, Wende, Halse und Notstopp erklären können.
D Gesetzeskunde
Der Kandidat soll
1. aus dem Schifffahrtsgesetz 1990 über die Vorschriften für den
Schiffsführer
(körperliche und geistige Eignung, Kenntnisse der gesetzlichen sowie
nautischen
Bestimmungen, Sicherheit des Verkehrs), die "Allgemeine Sorgfaltspflicht,
2. aus der Seen- und Flußverkehrsordnung über die Altersgrenze für das
Führen von
Segelfahrzeugen, Hilfeleistungspflicht, Fahr- und Ausweichregeln, Verhalten
bei
Sturmwarnung sowie über die Notsignale und
3. aus der Wasserstraßenverkehrsordnung über das Surfverbot auf
Wasserstraßen
Bescheid wissen.
E Sicherheit
Der Kandidat soll über
1. das Verhalten in Notsituationen, mehr aber noch über die Vermeidung
solcher
Situationen durch Beachtung
2. der Sicherheitsregeln für Binnenreviere und
3. der Reviererkundigung (wo, worüber?) aufgeklärt werden, insbesondere über
die
oben aufgezählten Regeln und Bestimmungen.
F Wetterkunde
der Kandidat soll
1. die Anzeichen für ein Hitzegewitter und
2. für stärker werdenden Wind (Sturm) erkennen können sowie
3. grundlegendes über Gezeiten und ablandigen Wind wissen.
G Sonstiges
der Kandidat soll
1. über den richtigen Umgang mit dem Material unterrichtet werden und
2. über die Herstellung und sinnvolle Verwendung der Knoten, insbesondere
von
Achtknoten, Kreuzknoten, Schotstek, Palstek und 1 1/2 Rundtörn mit 2 halben
Schlägen Auskunft geben können.
H Umweltschutz
der Kandidat soll
1. über die gesetzlichen Bestimmungen zur Reinhaltung der Gewässer Bescheid
wissen und
2. über zur Einhaltung der oben angeführten allgemeinen Verhaltensregeln
sowie
zum sinnvollen Einsatz von Sonnenschutzmittel angeregt werden
Praxis
Anziehen des Surfanzuges eventuell der Schwimmweste, Sicherheitskontrolle
(Boardgröße, Segelgröße, Riggsicherung, Schwert, ...), paddeln, Verhalten
bei
Kollisionsgefahr, Verhalten beim Auftauchen
Tragen von Board und Rigg
Erklären der wichtigsten Teile, insbesondere beim Auf- und Abriggen
Simulation des Startvorganges, Segel aufholen aus gestreckter Körperhaltung,
Start
aus Halbwindposition
Surfen auf Halbwindkurs und Amwindkurs, Wenden
Verhalten bei stärker werdendem Wind
Raumwindkurs und Halse, Notstop
Abriggen auf dem Wasser
Knoten (Achtknoten, Kreuzknoten, Schotstek, 1 1/2 Rundtörn mit 2 halben
Schlägen,
Palstek )
SICHERHEITSREGELN
1. In Notsituationen immer am Board bleiben und Ruhe bewahren.
2. Auf offenem Wasser das Board nie freiwillig verlassen.
3. Das eigene Können nicht überschätzen.
4. Vermeide es, alleine zu surfen; zumindest jemanden am Ufer informieren.
Den
Partner in beiden Fällen gut aussuchen.
5. Immer nur mit intaktem Material und mit der richtigen Bekleidung segeln.
6. Riggsicherung nicht vergessen.
7. Wetterentwicklung beobachten, besonders auf Langschlägen.
8. Nie bei Gewitter surfen.
9. Immer einen Ersatztampen mitnehmen.
10. Das Befahren von Badezonen und Bereichen der Berufsschifffahrt
vermeiden.
11. Bei Bedarf eine Schwimmweste bzw. ein Trapez tragen.
12. Informationen über das Revier einholen.
13. Signalmittel mitnehmen.
14. Die eigene Kraft nicht überschätzen. Rechtzeitig zu surfen aufhören oder
eine
Pause einlegen, nie bis zur Erschöpfung surfen.
REVIERERKUNDIGUNGEN
1. Gibt es Sturmwarnsignale? Wie sehen sie aus, wo werden sie gezeigt?
2. Gibt es ein generelles oder beschränktes Segel-, Surf- oder
Wassersportverbot?
3. Gibt es spezielle Windverhältnisse und Wetterecken?
4. Gibt es gefährliche Strömungen und Untiefen (Riff)?
5. Wo ist der nächste Arzt zu erreichen?
6. An Meeresküsten: gibt es Gezeiteneffekte?
NATUR- UND UMWELTSCHUTZ
1. Immer über geltende Natur- und Umweltschutzbestimmungen informieren.
2. Nicht in Röhrichtbestände, Schilfgürtel und Ufergehölze eindringen. Zu
diesen
Gebieten ausreichend Abstand halten.
3. Sand- und Kiesbänke sowie bewachsene Flachwasserzonen meiden.
4. Nur an dazu vorgesehenen Plätzen starten und landen, beziehungsweise an
Stellen,
wo man keinen Schaden anrichten kann.
5. Nicht mit dem Auto bis ans Wasser fahren.
6. Den Strand und das Wasser sauber halten. Abfälle gehören in den
Mistkübel.
7. Umweltbewusstsein sollte man auch anderen vermitteln. |